Die Freiwillige Feuerwehr Born konnte am Sonnabend eine fünf köpfige Familie auf dem Saaler Bodden aus Seenot retten.

Geplant hatten die zwei Erwachsenen und drei Kinder aus Graal-Müritz einen ersten Ausflug im Sonnenschein und Sommerwetter mit der gerade gekauften Kajütjolle auf dem Bodden. Mast und Baum waren noch nicht gesetzt. Als Antrieb diente ein bejahrter 5PS-Aussenbordmotor.

Gegen Sonnabend Mittag veränderte sich die Wetterlage dramatisch. Innerhalb kürzester Zeit erreichte der Westwind eine Stärke zwischen 6 und 7 Bft, in Böen worden sogar acht Windstärken gemessen, konstatiert der Borner Wehrführer André Erlebach. Zu diesem Zeitpunkt fiel der einzige
Bootsantrieb der Kajütjolle in Höhe Neuendorf auf dem Saaler Bodden mit Motorschaden aus.

Als die alarmierten Borner Rettungskräfte mit ihren zwei Booten den Havaristen erreichten, sahen sie sich nach den Worten des Gruppenführers der Wassergefahrengruppe Born, Jens Behrens, mit zwei Meter Wellenhöhe konfrontiert. Es gelang die drei Kinder und zwei Erwachsenen an Bord des Borner Rettungskatamarans zu holen und in den Borner Hafen zu fahren. Das Borner Rettungsschlauchboot schleppte die antriebslose – und noch namenlose – Kajütjolle ebenfalls in den Borner Hafen.

Noch während die beiden Rettungsboote der Borner Feuerwehr im Hafen lagen, kam um 15 Uhr 32 der nächste Einsatz. Gemeldet wurde ein leckgeschlagenes Kanu mit zwei Personen im Wasser zwischen Zingst und Barth in Höhe Oie.

Der Borner Rettungskatamaran fuhr zur Unterstützung der Zingster Kameraden über den Bodden zum Einsatzort. An der Suche beteiligten sich außerdem die Polizei sowie die Seenotretter (DGzRS). Die beiden Urlauber aus der Jugendherberge Barth wurden von einem Sportboot aufgenommen. Die Seenotretter bargen das Kanu. Für die Borner und die Zingster Hilfskräfte wurde der Einsatz abgebrochen und die Boote in Müggenburg ausgeslipt.